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Aktuell

Rhein-Neckar-Zeitung, 10. Januar 2018
Rhein-Neckar-Zeitung & Verlagsgruppe Rhein-Main, 8. Januar 2018

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Aktuell

Warnung vor Flutwellen

 

Rhein-Neckar. Zwei Vorfälle innerhalb von vier Wochen, bei denen im vergangenen Frühsommer Menschen durch plötzliche Flutwellen im Altneckar in Gefahr geraten und von einem Großaufgebot an Rettungskräften sicher an Land gebracht werden mussten, hatten Jörg Huber, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes, damals umgehend zum Handeln veranlasst. Kann man eine Art Frühwarnsystem installieren und entsprechende Informationsmaßnahmen ergreifen, um solche Vorfälle zu vermeiden? Unter diese Fragestellung beriet er sich mit Vertretern der betroffenen Kommunen, und ein Ergebnis des runden Tisches ist eckig und gelb: Es handelt sich um Warnschilder mit der Aufschrift „Lebensgefahr – Plötzlicher Wasserspiegelanstieg im Flussbett jederzeit möglich!“ einschließlich Piktogramm. 15 Stück an der Zahl, die gerade zwischen Ladenburg und der Ilvesheimer Neckarschlinge im Uferbereich angebracht wurden.

 

„Wir haben uns bei anderen Betreibern von Wasserkraftanlagen umgeschaut, die ebenfalls mit Hinweisschildern auf starke Spiegelschwankungen hinweisen und rund ein viertel Jahr beraten, was für uns in Frage kommt“, so Huber, der jetzt gemeinsam mit Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz und WSA-Wasserbaumeister Friedrich Werner eines der Schilder unterhalb vom Fischerhäusl montierte.

Die Warnschilder sind jedoch nur Teil eines Gesamtkonzeptes. Ebenfalls neu ist, dass die Mitarbeiter der Neckar AG als Betreiber der Schleuse Feudenheim oder die der Schleuse Heidelberg die Leitstelle in der Hauptfeuerwache Mannheim informieren, sobald im Ladenburger Stauwehr die Walzen hochgefahren werden, um im Bedarfsfall Wasser in den Neckar abzuleiten. So wissen die Rettungskräfte zumindest darüber Bescheid, dass es innerhalb kürzester Zeit zu einem Pegelanstieg kommen wird und die im Flussbett liegenden Kiesinseln überströmt werden können. Ein gemeinsam am runden Tisch erarbeitetes Informationsblatt richtet sich zudem an die Angelsportvereine als Multiplikator.

„Von unserem Angebot, auch in den jeweiligen Gemeinderatsgremien zu informieren, wurde bislang zwar noch kein Gebrauch gemacht. Aber wir stehen bei Anfragen gerne zur Verfügung“, betont Huber. Gänzlich verworfen worden sei allerdings die Überlegung, einen Alarmton am Stauwehr zu installieren, der ertönt, sobald dort ein Manöver gefahren wird. „Zum einen würden sich die Anwohner bedanken.

Zum anderen ist die Strecke ziemlich lang, sodass das Ganze kaum umsetzbar im gewesen wäre“, meint auch Metz. pbw